Schnelles schneller lernen – Üben in vier Rhythmen

Schnelle Läufe erfordern oft viel Übezeit. Übt man in vier Rhythmen, kann man diese erheblich reduzieren.

Besonders in der Sololiteratur, aber auch in Orchesterwerken sind schnelle Läufe ein Knackpunkt, der am Vorankommen hindert. Oft fängt man dann an, die Läufe wieder und wieder, zunächst langsam, dann immer schneller zu üben. Das erfordert sehr viel Zeit und ist häufig frustrierend, weil die Erfolge sich nur sehr langsam einstellen.

Die Übetechnik “Üben in vier Rhythmen” kann Abhilfe schaffen: Sie macht das Üben nicht nur interessanter, sondern trägt auch zum schnelleren Erlernen eines Laufes bei.

 

 

Dabei wird der Lauf in vier verschiedene Rhythmen zerlegt. So werden aus 8 Achtelnoten folgende Rhythmen:

  1. (Punktierte Achtel + Sechzehntel) x4
  2. (Sechzehntel + Punktierte Achtel) x4
  3. (Viertel + 3 Achteltriolen) x2
  4. (3 Achteltriolen + Viertel) x2

Warum der ganze Aufwand?

Durch die vier verschieden Rhythmen übst du alle Tonwechsel des Laufes einmal schnell und einmal langsam. Du hast bei jedem der vier Durchgänge andere Töne, auf denen du kurz verweilen kannst, während das Auge die nächsten Töne überblickt. Somit zerlegst du dir den Lauf in kleine Häppchen und kommst am Ende schneller zum Ziel.

Worauf muss ich achten?

Wichtig ist, dass du auch hier in einem gemäßigten Tempo beginnst. Achte darauf, dass der Rhythmus, den du gerade spielst, fehlerfrei funktioniert, bevor du den nächsten spielst. Wenn du alle vier Rhythmen drauf hast, wird es dir leicht fallen, den gesamten Lauf im selben Tempo zu spielen. Bei der nächsten Übeeinheit kannst du dann tempomäßig eine Schippe drauflegen.

Achtung! Diese Übetechnik erspart dir nicht das Üben. Du sparst dir allerdings dabei Zeit und Nerven.

Viel Erfolg beim Umsetzen!


Etüde im Video:

Kopprasch-Etüden: https://amzn.to/2Ks55jl

(Affiliate-Link | Wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über diesen Link einkaufst.)