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Atmung beim Tubaspiel

Da die Tuba das größte Blechblasinstrument ist, geht man oft davon aus, dass Tubisten besonders viel Luft benötigen. Ein großes Maß an Atemstütze und große Mengen an Luft sind allerdings nur in der tiefen Lage notwendig. In höheren Lagen lassen sich Lippentöne bequem mit wenig Luft erzeugen.

Aktives Ausatmen

Um einen kontrollierten Ton zu erzeugen, muss die Tubistin aktiv, das heißt gestützt, ausatmen. Verschiedene Muskeln, z.B. das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskulatur, müssen dazu angespannt werden. Sie müssen dabei auf die Menge der Luft in der Lunge reagieren: Ist die Lunge voll, wird weniger Atemstütze gebraucht als wenn sie fast leer ist.

Das aktive Ausatmen ist konträr zum passiven Ausatmen im Alltag. Daher muss es einzeln oder mit der Tuba geübt werden.

Passives Einatmen

Das Anspannen der Muskeln ist beim Ausatmen nur dann zuverlässig und gleichmäßig möglich, wenn die selben Muskeln zuvor beim Einatmen entspannt sind. Daher sollte immer passiv eingeatmet werden. Das bedeutet, dass nach dem Ausatmen der Rachen geöffnet werden muss, damit die Luft ‘von selbst’ einströmen kann. Es ist nicht nötig, Luft ‘zu holen’.

Bauchatmung vor Brustatmung

Grundsätzlich gilt, dass wir im Alltag zu sehr mit dem Brustkorb und zu wenig mit dem Bauchraum (Zwerchfell) atmen. Dies liegt am aufrechten Gang des Menschen, der für eine ständige leichte Anspannung der Bauchmuskulatur sorgt. Tubisten müssen darum die Bauchatmung erst üben, um sie dann beim Tubaspiel zu nutzen. Die Brustatmung sollte beim Tubaspiel nur als Zusatzreservoir (z.B. vor langen, lauten oder tiefen Passagen) genutzt werden.

Vorteile der Bauchatmung

Die Bauchatmung hat zwei wesentliche Vorteile:

  1. Das ausgenutzte Lungenvolumen wird größer, d.h. wir atmen tiefer.
  2. Das aktive Ausatmen lässt sich durch die Zwerchfellmuskulatur zuverlässiger steuern als über die zwischenrippenmuskulatur.

Darüber hinaus ist es für die Lunge gesund, regelmäßig komplett gefüllt zu werden, damit tieferliegende Teile des Bronchialsystems nicht verkümmern.


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