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Bassschlüssel

Notenschlüssel geben an, wo welche Töne im Notensystem liegen. Der Bassschlüssel ermöglicht die Notation relativ tiefer Töne. Er wird auch F-Schlüssel genannt, da er als ‘Ankernote’ das kleine f anzeigt. Die Tuba spielt in der Regel Noten im Bassschlüssel, es gibt allerdings auch Ausnahmen.

Notenschlüssel

Das Notensystem besteht aus fünf Linien, die von unten nach oben gezählt werden. Diese Linien geben an sich keine eindeutigen Tonhöhen vor, sondern sind von einem Notenschlüssel abhängig. So gibt der Violinschlüssel die Lage des g1, der Altschlüssel des c1 und der Bassschlüssel des kleinen f an.

Herkunft

Ursprünglich war der Bassschlüssel ein in die Notenlinien hineingeschriebenes F. Dieses F wurde nach und nach stilisiert, sodass es heute aus einer rechtsdrehenden Schnecke und zwei Punkten besteht. Der Punkt, an dem man beginnt, den Schüssel zu zeichnen legt das kleine f fest. Es liegt in der heutigen Notation auf der vierten Linie (von unten gezählt).

Bassschlüssel lesen – klingende Notation

Die Noten sind wie in allen Notenschlüsseln von unten nach oben angeordnet. Unten liegen tiefe, oben hohe Töne. Geht man vom kleinen f auf der vierten Linie aus, kann man alle Töne nach oben und unten abzählen. Bei häufiger Verwendung fällt das abzählen weg und wird durch flüssiges und intuitives Lesen ersetzt.

Tubisten lesen in der Regel die Noten im Bassschlüssel und im Gegensatz zu vielen anderen Blasinstrumenten (B-Trompeten, A-Klarinetten, Es-Saxophone) klingend. Dies bedeutet, dass der notierte Ton erklingt. Die Tuba ist zwar in B (bzw. F, Es oder C) gestimmt, wird aber in C notiert. Während die B-Trompeterin also ein C liest, kein Ventil drückt und somit ein B spielt, muss die Tubistin um ihren Grundton B zu spielen auch ein B lesen.

Ausnahmen

In einigen Traditionen werden auch Tubastimmen transponiert aufgeschrieben. Wer beispielsweise Noten für Brassband bestellt, bekommt oft Tubastimmen, die für Es- und B-Tuba transponiert im Violinschlüssel aufgeschrieben sind. Hier erklingt dann beispielsweise ein großes Es, während ein c1 notiert ist.

Auch in Blaskapellen lesen Tubisten hin und wieder solche Schreibweisen, weil sie zum Beispiel vorher Tenorhorn gespielt haben, das ebenfalls transponiert notiert ist.