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Tonproduktion/Tonbildung/Klangerzeugung

Die Tuba ist ein Lippentoninstrument. Dies bedeutet, dass die Klangerzeugung entscheidend an den Lippen geschieht. Der menschliche Körper ist also Generator des Tons. Das Instrument fungiert als Resonator, d.h. es verstärkt den Lippenton.

Entstehung des Lippentons

Für die Tonproduktion müssen verschieden Körperfunktionen zusammenarbeiten:

Atemstütze

Durch die Zwerchfell- und Zwischenrippenmuskulatur muss ein möglichst konstanter Luftdruck aufgebaut werden, der die Lippen letztlich zum periodischen Schwingen bringt. Entgegen landläufiger Meinungen braucht man beim Tubaspielen nicht besonders viel Luft, da nicht das gesamte Instrument mit Luft gefüllt, sondern nur die Luftsäule in Schwingung versetzt werden muss.

Stimmbänder

Die Stimmbänder oder Stimmlippen regulieren die Luftmenge, sind also für die Regulierung der Lautstärke verantwortlich.


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Zunge

Verschiedene Zungenpositionen regulieren den Luftdruck, der an der Ansatzmuskulatur ankommt. Damit ist die Zunge für die Tonhöhe entscheidend.

Ansatzmuskulatur

Die Ringmuskulatur um die Lippen herum muss dem Luftdruck eine gewisse Lippenspannung entgegensetzen. Je höher der ankommende Druck ist, desto kräftiger muss die Lippenspannung sein. Sind diese Kräfte im Gleichgewicht, kommt es zum Lippenton.

Resonanz

Tubisten können den Lippenton prinzipiell auf jeder Tonhöhe erzeugen. Jedoch kommt es nur bei bestimmten Tonhöhen zu einer Resonanz des Instruments. Diese bestimmten Tonhöhen sind von der Rohrlänge abhängig. Auf jeder Rohlänge sind rund zehn verschiedene Töne (Naturtöne) spielbar. Die Ventile verändern die Rohrlänge, sodass alle chromatischen Töne erreichbar sind.

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